Bedienung und Sensorik

Automatische Feuchtigkeitsregelung ist nicht dasselbe wie ein Timer

Ein manueller Nebelregler, ein Feuchtigkeitssensor und eine Smartphone-App erfüllen unterschiedliche Zwecke. Ein Bedienfeld kann eine Luftfeuchtigkeitsanzeige haben, ohne den Nebelausstoß automatisch anzupassen; und eine Fernbedienung zum Ein- und Ausschalten misst nicht unbedingt die Luftfeuchtigkeit im Raum. Lesen Sie die Beschreibung des tatsächlichen Modus, bevor Sie für vernetzte Funktionen bezahlen.

Bei manueller Leistungseinstellung entscheiden Sie selbst

Die Handbücher der Classic 100 und der Classic 160 beschreiben Drehregler für den Nebelausstoß. Sie wählen eine Einstellung, prüfen den Raum und passen sie bei Bedarf an. In der Dokumentation werden weder ein automatischer Feuchtigkeitszielwert noch eine VeSync-Steuerung beschrieben. Diese einfachere Bedienung erspart die Einrichtung einer App, aber der Luftbefeuchter entscheidet nicht anhand eines Sensorwerts, wann er die Leistung ändern soll.

Die Dual-Reihe von Levoit bietet drei unterschiedliche Bedienkonzepte. Beim Dual 100 werden drei manuelle Stufen mit einem sensorbasierten Schlafmodus kombiniert, der eine relative Luftfeuchtigkeit von 60% anstrebt; laut Handbuch gibt es weder eine App noch einen benutzerdefinierten Zielwert. Der Dual 150 hat einen Drehregler; das zugehörige Handbuch für die weiße Version beschreibt weder einen sensorgesteuerten Automatikmodus noch eine App-Steuerung. Der Dual 200S hat Tasten für Auto, niedrig und hoch sowie mit VeSync verbundene Einstellungen. „Dual“ steht nicht für einen einheitlichen Satz gemeinsamer Modi.

Der Automatikmodus nutzt einen Sensor, ist aber keine Garantie für das ganze Zuhause

Das Handbuch des Classic 300S von Levoit beschreibt den Automatikmodus als sensorbasiert: Das Gerät passt den Nebel an oder stoppt ihn, um den voreingestellten Bereich der relativen Luftfeuchtigkeit von 40–50% einzuhalten; der Zielwert kann in VeSync geändert werden. Das Handbuch beschreibt außerdem eine automatische Abschaltung und erläutert, dass das Gerät möglicherweise keinen Nebel erzeugt, wenn der Sensorwert über dem Zielwert liegt. Das ist ein echter Funktionsunterschied zu einem Gerät mit reinem Drehregler.

Diese Funktion ist keine Zusage, dass im ganzen Haus dieselbe Luftfeuchtigkeit herrscht. Der Sensor befindet sich im Luftbefeuchter an einem bestimmten Standort, während Luft und Feuchtigkeit durch den Raum strömen. Stellen Sie das Gerät an einem zulässigen Ort auf, verwenden Sie bei Bedarf ein separates Raumthermometer mit Hygrometer und reagieren Sie auf Kondenswasser oder übermäßige Luftfeuchtigkeit, indem Sie die Leistung verringern oder das Gerät ausschalten, wie im Handbuch beschrieben.

Für den Dual 200S legt das Handbuch einen voreingestellten Bereich von 40–50% fest und besagt, dass sich der Zielwert in VeSync ändern lässt. Das ist nicht dieselbe Einstellung wie der festgelegte Schlafmodus des Dual 100 mit 60%. Die Modelle LV600HH und LV600S bieten eine andere Auswahl: Für beide dokumentiert das jeweilige Handbuch eine einstellbare Abschaltgrenze für die Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 80%. Außerdem hat die LV600HH einen separaten Automatikmodus und die LV600S einen separaten Schlafmodus, der den Nebel auf etwa 50–60% regelt. Bei der LV600S wird der Schlafmodus beendet, wenn Sie den gewählten Luftfeuchtigkeitswert ändern; das Handbuch führt Fernsteuerung und Überwachung der Luftfeuchtigkeit per App auf, nennt diesen genauen Zielwert aber nicht als App-Funktion. Das Handbuch der LV600HH beschreibt eine Fernbedienung, aber keine modellspezifische App-Steuerung. Ein benutzerdefinierter Abschaltpunkt, eine sensorbasierte Leistungsanpassung und App-Zugriff sind unterschiedliche Funktionen, keine zusammengehörige Funktionseinheit.

Was die App bietet – und was nicht

Die VeSync-Dokumentation für Classic 300S und Dual 200S umfasst Fernsteuerung, Überwachung der Luftfeuchtigkeit, Automatik-Einstellungen, Timer und Zeitpläne sowie Sprachsteuerung über Alexa und Google Assistant. Auch das Handbuch der LV600S beschreibt Fernsteuerung, Überwachung der Luftfeuchtigkeit, Zeitpläne und Sprachassistenten; es führt den am Gerät eingestellten Abschaltwert für die Luftfeuchtigkeit jedoch nicht als App-Zielwert auf. Die LV600HH hat eine Fernbedienung, aber das modellspezifische Handbuch belegt keine App-Verbindung. Wer das Smartphone lieber nicht nutzt, kann an den smarten Modellen dennoch einen einfachen Nebelmodus auswählen, wird aber nicht alle vernetzten Funktionen verwenden. Vernetzte Funktionen können sich ändern; prüfen Sie vor dem Kauf die aktuelle App, Kompatibilität und Netzwerkanforderungen.

Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Wi-Fi-Hinweis bedeutet, dass ein Produkt dieselben Sensoren oder Modi wie ein anderes Wi-Fi-Modell hat. Richten Sie sich nach dem genauen Modell und seinem Handbuch. Bei den aktuell bewerteten Classic-Modellen sprechen sowohl App-Steuerung als auch automatische Anpassung für die 300S, während die 100 und 160 mit einem physischen Drehregler bedient werden und keine dokumentierte App-Zeitplanung bieten.

Entscheiden Sie, ob sich die Automatisierung für Sie lohnt

Bei den Dual-Modellen sollten Sie diese Optionen vergleichen: Dual 100 mit festem Schlafmodus, Dual 150 mit Drehregler und Dual 200S mit einstellbarem vernetztem Modus. Bei einem Warm-/Kalt-Hybridgerät vergleichen Sie LV600HH Fernbedienung und Automatikmodus mit der LV600S App, dem Schlafmodus und einer separaten Abschaltgrenze für die relative Luftfeuchtigkeit; siehe den Hybridvergleich zu den Unterschieden. Der größere Tank und die Sensorfunktionen machen Wasserwechsel oder Reinigung nicht optional.

Betrachten Sie Raum und Pflegeaufwand gemeinsam.

Meine Vorauswahl erstellen →